Poltern

ist eine Redeflussstörung, gekennzeichnet von drei Kernsymptomen: Ein schwankendes und oft hohes Sprechtempo, Laut-, Silben-, und Wortwiederholungen (eine Ähnlichkeit zum Stottern, „Ka-ka-ka-kann ich das haben?“) und das Auslassen und Verschmelzen von Lauten, Silben und Worten. („Morgeh izoma“ statt „Morgen gehe ich zu Oma“). Vor allem das letzte Symptom führt häufig zu Unverständlichkeit.Zusätzlich können andere kommunikative Probleme dazu kommen. So ist die Prosodie oft monoton, oder es treten Verständnisschwierigkeiten auf, weil die Betroffenen die Sprache inhaltlich und grammatikalisch nicht gut strukturieren können.Personen nehmen diese Symptome oft nicht (gut) wahr. Im Kindesalter ist oft eine Kombination mit Störungen der Sprache zu beobachten.

WAS KANN DER LOGOPÄDE TUN?

Das Kommunikationsverhalten des Patienten wird untersucht. Zuerst werden die sprachlichen Symptome Sprechtempo, Unflüssigkeiten, Artikulation und die Verständlichkeit untersucht, dazu können andere Bereiche, wie Sprachverständnis oder Grammatik, überprüft werden. Das Ermitteln des Leidendrucks und der Eigenmotivation ist sehr wichtig.In der Therapie wird an der persönlichen Symptomatik gearbeitet. Die Wahrnehmung der Symptomatik, die Veränderung des Sprechtempos, die Verbesserung der Verständlichkeit des Sprechens und eine bessere Strukturierung der Sprache sind Bereiche, die meistens erarbeitet werden.

Buch: Ulrike Sick, Poltern: Theorie-Diagnostik-Therapie

Links:  http://www.jugend-infoseite-stottern.de/Poltern-flyer.pdf